- Offizieller Beitrag
Ende der Dom-Krise?
Weltgrößtes Flugkarussell soll für Umsatz sorgen
Wird der Imperator den Niedergang der Dom-Umsätze stoppen? Das hofft zumindest der Hamburger Schaustellerverband. "Wir rechnen mit rund zehn Prozent mehr Besuchern auf dem Sommer-Dom", sagt Astrid Geissler, Sprecherin der Schaustellerverbände in Hamburg. Das weltweit größte transportable Flugkarussell wurde am Donnerstag zum ersten Mal auf dem Heiligengeistfeld aufgestellt. Eine Fahrt mit dem vier Millionen Euro teuren Imperator kostet vier Euro. "In sechs bis acht Jahren will ich in den schwarzen Zahlen sein", sagt Betreiber Max Eberhard (Junior). Bei seinem Vater Max Eberhard, Präsident des Hamburger Schaustellerverbandes, steht das Telefon nicht mehr still: "Aus Paris, Holland und skandinavischen Ländern kündigen sich Kirmes-Fans für den Dom an", so Geissler. Auch die Schausteller freuen sich auf Hamburg. Die Einnahmen auf anderen Volksfesten, etwa beim Schützenfest in Hannover, waren gering. "Jetzt hoffen alle auf den Dom", bestätigt Geissler. Entscheidend für die Einnahmen sei aber auch das Wetter.
Die Umsätze beim Dom sinken seit Jahren. Torsten Berens vom Domreferat der Wirtschaftsbehörde sieht den Grund darin, dass "die Leute weniger Geld in der Tasche haben." Trotzdem steht der Dom im bundesweiten Vergleich noch relativ gut da: Denn die Besucherzahlen sind konstant.
Sowohl 1996 als auch 2003 kamen rund neun Millionen Menschen, um das Fest auf dem Heiligengeistfeld zu besuchen. "Bei Veranstaltungen in anderen Städten gehen die Zahlen dagegen zurück", sagt Berens. jmg
erschienen am 17. Juli 2004 in Hamburg