Jep, er war dort, und zwar vom 13. bis 17. Dezember im Hotel "Ling Bao". Bisher hatte ich nur die Bekanntschaft mit dem Hotel "Matamba" machen dürfen, nun aber nach rechtzeitiger Buchung im Sommer auch im chinesischen Hotel des Parks. Mir persönlich hat das "Matamba" in den Jahren zuvor besser gefallen, da ich es als lebhafter und fröhlicher empfinde. Das "Ling Bao" dagegen ist mir von der Innengestaltung zu bunt und zu gelassen.
Hauptgrund für den Besuch des Phantasialands waren natürlich die beiden neuen Achterbahnen "Raik" und "Taron". Im Vorfeld ist man als Fan von Achterbahnen natürlich schon einige Jahre sehr gespannt auf diese beiden Achterbahnen gewesen, umso enttäuschter war ich im vergangenden Jahr zum Winterzauber, als ich die fertigen Bahnen sah, diese jedoch noch nicht in Betrieb waren. Natürlich bin ich gleich nach Ankunft und Bezug des Hotelzimmers zuerst in den neuen Themenbereich "Klugheim", um meine ersten Fahrten mit beiden Bahnen zu absolvieren. "Raik" ist in der Tat eine Bahn für die ganze Familie und mit Sicherheit für viele Kinder die erste Achterbahn. Die Fahrt ist angenehm und als Einstieg für "Angsthasen" zu empfehlen. Ungewöhnlich für "Raik" empfand ich die Sicherheitsbügel. Neben dem Beckenbügel gibt es einen am Beckenbügel integrierten Bügel für die Beine. So werden die Schienbeine / Knie einzeln auch noch umschlossen. Für mich war das mit einer Körpergröße von 185cm sehr unangenehm. In der ersten Reihe gab es diese Zusatzbügel für die Beine jedoch nicht, man hat in der ersten Reihe also mehr Beinfreiheit und für mich war es angenehmer.
Die Fahrt mit "Taron" macht sehr viel Spaß. Man hat viel Beinfreiheit und der Sicherheitsbügel stört die gesamte Fahrt nicht. Im Gegenteil: Bei der vielen Airtime und den Richtungswechseln ist man sehr froh, dass dieser vorhanden ist und man sicher gehalten wird. Es macht bei "Taron" extrem viel Spaß sich in die Kurven zu legen. Dabei hat man oft das Gefühl, dass man mit der liebevoll gestalteten Umgebung kollidiert. Die schnellen Richtungswechsel sorgen aber dafür, das dies mit Sicherheit nicht passiert. Es hat bei mir jedoch einige Fahrten gebraucht, bis ich dieses Vertrauen in die Bahn hatte und dies auch freihändig auskosten konnte. Besonders gefallen hat mir an "Taron", dass die Fahrt in der ersten Reihe mehr Spaß brachte und die Airtime am intensivsten war. Sonst bin ich gerne ein Fahrer, welcher die hintersten Sitzreihen aufsucht. Mit "Taron" hat das Phantasialand eine wirklich tolle Bahn gebaut, welche für mich aber nicht die beste Bahn in Deutschland ist. In meiner persönlichen Rankinglist befinden sich "Kärnan" im Hansapark und "Blue Fire" im Europapark noch vor "Taron".
Generell ist ein Besuch des Phantasialandes im Winter sehr zu empfehlen, da der Park nicht zu voll ist. Die Wartezeiten befinden sich alle deutlich in der Woche unter 15 Minuten. Bei Taron war die Wartezeit besonders am Abend höchstens 30 Minuten. An den Wochenenden mögen die Wartezeit allerdings etwas höher angesiedelt sein. Als Hotelgast hat man jedoch den Vorteil, dass beide neuen Achtebahnen eine Stunde vor Parköffnung genutzt werden können. Sitzenbleiben war bei meinem Aufenthalt in dieser Stunde garantiert!
In den letzten Jahren ist es bei mir schon fast zur Tradition geworden das Phantasialand im Winter zu besuchen. Das Fahren der Fahrgeschäfte bei Dunkelheit hat nochmal einen besonderen Reiz. Auch ist die Detailverliebtheit des Parks im Winter deutlicher zu bestaunen.
Das war nun mein kurzer Senf zum Phantasialand
MfG
Niels