Alles anzeigen..., dass im Zylinder befindliche Personen an dessen Innenwand durch Zentrifugalkraft festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Zylinder umlaufende Einrichtungen vorgesehen sind, die die mitfahrenden Personen bei Stillstand tragen, aber bei Erreichung derjenigen Geschwindigkeit, bei der die Personen durch die Zentrifugalkraft und die Reibung an der Innenwand des Zylinders festgehalten werden, sich von diesen Personen trennen.“ So wird der Rotor in seiner Patentschrift erklärt.
Einfacher ausgedrückt: Die Trommel dreht sich, die Menschen kleben an der Wand. Was sich so simpel – oder im Patent so kompliziert anhört, ist eigentlich nur reine Physik. Die technische Umsetzung war allerdings nicht so ganz einfach. So galt es, die Beschaffenheit und Größe der Trommel und die Umlaufgeschwindigkeit so aufeinander abzustimmen, dass ein sicherer Betrieb möglich war. Die Trommel sollte groß genug sein, so dass man vom Zuschauerbereich aus alles gut beobachten konnte. So bekam die Trommel einen Durchmesser von 3,60 m. Die Umdrehungsgeschwindigkeit musste einen sicheren Halt der Fahrgäste garantieren und durfte nicht zu schnell sein, damit die Fahrt angenehm blieb. Entscheidend dafür war der Reibungswiderstand an der Trommelwand. Je größer die Reibung, desto geringer durfte die Umlaufgeschwindigkeit sein. So wurde die Trommel mit einer speziellen Mischung verkleidet, die für alle Textilien den besten Reibungswiderstand bot. Mit bis zu 28 Umdrehungen pro Minute ging es dann wortwörtlich rund. Der Boden wurde mittels einer Hydraulikanlage abgesenkt.
Maximal dreißig Fahrgäste konnten eine Fahrt gleichzeitig genießen, und die beschränkten sich nicht unbedingt darauf, einfach an der Wand zu hängen. Man stellte sich hin, und da in den fünfziger Jahren Röcke bei den Damen angesagt waren, konnte man als Zuschauer gelegentlich den ein oder anderen – von der betroffenen Dame sicher nicht unbedingt gewollten – Blick „drunter“ erhaschen.
Damals gehörte der Rotor zu den Top-Attraktionen. Heute gibt es natürlich Karussells, die um einiges anspruchsvoller sind. Trotzdem sollte man sich das Vergnügen ruhig einmal gönnen. Diesen Hauch von nostalgischem Flair macht der Rotor von Pluschies immer noch möglich.
Der Rotor im Wandel der Zeit
2017
Quelle: http://www.Ride-Index.de
2005
Quelle: http://www.Ride-Index.de
1993
Quelle: http://www.Ride-Index.de
Daten & Fakten
Zitat von Quelle: http://www.Ride-Index.de
Schausteller: Richard Pluschies (Hamburg)
Hersteller: Siemens (D), Front anfangs Schwarzkopf (Bj.55), ab 1985 Dietz (D)
Typ: Laufgeschäft
Baujahr: 1973, neue Front 1985
Maße (BxTxH): 20 x 15,5 x 12 m
Ehem. Namen: kurzzeitig 1985 "ZYKLON"
Alles anzeigenWeitere Bilder gibt es hier: Rotor - Pluschies
Quelle: https://kirmestreff.com/index.php?arti…original-rotor/