Hallöchen zusammen !
Heute will ich doch auch mal wieder ein Thema im Forum anschieben, leider ausnahmsweise mal über die dunklen Seiten des Schaustellergewerbes, aber da ja sowieso schon in der Historie von Fahrgeschäften gekramt wurde, paßt meine Suche nach Informationen für diesen dunklen Bereich vielleicht dazu:
1981 gab es auf dem Sommerdom in Hamburg eines der schwersten Unglücke in der Geschichte des Hamburger Doms:
Zur letzten Fahrt des Fahrgeschäftes "Skylab" (ich denke ein Enterprise Marke HUSS) ragte ein Kranausleger des benachbarten Fahrgeschäftes "Katapult" in die Flugbahn. Der Kranhaken schlitzte seinerzeit fast alle 15 Gondeln des Skylabs wie ein Dosenöffner auf.
Die Insassen wurden zu Boden geschleudert. 7 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, 21 wurden teilweise schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich seinerzeit gegen 0:59h, das heißt das Fahrgeschäft "Katapult" hatte bereits geschlossen, die Fahrt im Skylab sollte "wortwörtlich" die letzte Fahrt für diesen Tag sein, obwohl wohl der Geschäftsschluß für alle bereits schon länger fest stand.
Dieser Unfall scheint der Grund dafür zu sein, daß heute auf dem Hamburger Dom wirklich gewissenhaft "um Punkt" bei allen Schaustellern die Geschäfte geschlossen werden, egal wieviele Besucher sich noch auf dem Platz tummeln. (siehe auch Äußerungen von Schaustellern & Wirtschaftsbehörde beim DOM-Event im Sommer diesen Jahres !)
Ich habe im Internet nach Artikeln gestöbert und habe unter anderem folgenden Link zum weiteren Verlauf des folgenden Urteilsverfahrens gegen den Inhaber des Krans und Verursacher dieser Katastrophe, Schausteller Norbert Witte, gefunden:
https://nordkirmes.net/www.karlshorst…e/h-zeitung.htm
Desweiteren folgte in den 80-ern ein 2. schwerer Unfall und zwar mit damaligen "Blauen Enzian" (ähnlich wie später der "Alpenexpress").
Bei einer Fahrt brach in der letzten Kurve vor der Einfahrt durch den Bahnhof der Bolzen zwischen der Lok und dem restlichem Zug.
Nach meinen Informationen war damals der Antrieb lediglich in der Lok untergebracht (nicht wie bei der späteren MACK-Bahn über den gesamten Zug verteilt)(bin mir aber nicht sicher). Durch die Wucht des fehlenden Zuges sprang die Lok aus den Schienen und raste in die wartenden Fahrgäste im Bahnhof. Desweiteren wurden die im Bahnhof stehenden Deko-Leuchten von der Lok im unteren Bereich gekappt und fielen in Richtung Publikum vor dem Fahrgeschäft.
Auch wenn keiner über diese Ereignisse spricht, und sie auch nicht gerade Publikumswirksam für einen Festplatz waren, interessiert mich doch diese Historie :? . Wer kann denn Informationen zu diesen beiden tragischen Unfällen beisteuern. Gibt es alte Zeitungsberichte oder ä. (siehe u.a. oben). Das Fahrgeschäft Skylab stand irgendwann mal wieder in Lübeck auf dem Volksfest (ist aber auch schon Urzeiten her). Den Katapult gibt es ja auch wieder in der Schweiz (denke ich) - Ist das DIE Anlage vom Dom 1981 ???
Niels L.