- Offizieller Beitrag
DOM | 26.05.2004
Behörde warf Bayern raus
PETER AMENDA
Festwirt soll Auflagen ignoriert haben
Keine Schunkelwellen, keine bierselige Festzeltstimmung, keine Blasmusik. Der MOPO bestätigte Festwirt Uwe Hölzgen (57) exklusiv, dass das kultige Bayern-Festzelt den Dom verlässt. Jetzt kommt heraus, dass der Festwirt gar nicht freiwillig gegangen ist.
"Ich war nicht mehr erwünscht", so Uwe Hölzgen zur MOPO. "Das Dom-Referat will den Dom modernisieren. Mein Bayern-Zelt passt denen nicht mehr ins Konzept." Ein Schlag ins Gesicht für den Unternehmer, dessen Festzelte auf Jahrmärkten in ganz Deutschland stehen.
Hölzgen: "Ich habe für die drei Dom-Veranstaltungen 2004 die Zusage bekommen, wollte aus finanziellen Gründen aber nur den Frühjahrs-Dom machen. Bei anderen Unternehmen hat das Referat solche Absprachen geduldet, nur bei mir hieß es: ganz oder gar nicht."
Christian Saadhoff, Pressesprecher der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, streitet das ab: "Herr Hölzgen ist mit seiner Bayernfesthalle für die Dom-Planung ab 2005 nicht mehr vorgesehen - wegen wiederholter erheblicher Verstöße gegen die Zulassungsbedingungen und -auflagen. Als wir ihm das Anfang 2004 mitgeteilt haben, antwortete er, dass er dann auch nicht mehr für den Sommer- und Winter-Dom zur Verfügung stünde." Für den 675. Jubiläums-Dom im Winter sei bereits ein neues Festzelt vorgesehen, so der Pressesprecher.
Festwirt Hölzgen hat nun seine Anwältin eingeschaltet. Der Gastronom: "Ich lasse diesen ganzen Vorgang überprüfen. Ich habe immer sauber mit den Verantwortlichen zusammengearbeitet und verstehe die Vorwürfe nicht."