- Offizieller Beitrag
Vielleicht habt Ihr es ja mitbekommen; bereits vor einigen Tagen verstarb der dänische Schauspieler Ove Sprogøe im Alter von 84 Jahren.
In insgesamt 14 Filmen spielte er den kauzigen Anführer der Olsen-Bande. Der erste Film entstand bereits 1968, in denen Egon jedesmal verkündete "Ich habe einen Plan!". Daraufhin entgegnete Gaunerkollege Benny stets "Mächtig gewaltig, Egon!". Ebenso regelmäßig gingen diese tollen Pläne aber auch prompt in die Hose.
1998 entstand der letzte Film mit der Olsen-Bande, "Der letzte Stich der Olsen-Bande". Kurz darauf verstarb auch der Darsteller des Kjeld, Poul Bundgaard. Als letztes Mitglied der Olsenbande ist jetzt also nur noch Benny (Morten Grunwald) übrig.
Ergänzung:
Ehrung für "Olsen-Bande"
"Egon-Olsens-Allé" am Knast
Mit dem Straßennamen "Egon-Olsens-Allé" direkt vor dem Kopenhagener Vridsløselille-Gefängnis soll der Schauspieler Ove Sprogøe geehrt werden. Der am Dienstag mit 84 Jahren gestorbene Sprogøe hatte sich als Film-Ganove Egon Olsen in seiner Heimat sowie in der früheren DDR einen legendären Ruf erworben.
Die 14 Filme mit der "Olsen-Bande" begannen stets auf dem "Fængselsvej" ("Gefängnisweg") direkt vor dem Eingang zu dem recht finster wirkenden Knast aus dem 19. Jahrhundert. Egon wurde hier nach Verbüßung einer Haftstrafe von seinen Kumpanen Benny und Kjeld abgeholt und präsentierte sofort einen neuen, genialen Plan. Dessen unausweichliches Scheitern brachte ihn dann am Ende zu einem neuen Zwangsaufenthalt ins Vridsløselille-Gefängnis.
Initiatoren der vom Stadtrat wohlwollend aufgenommenen Umbenennung sind die an der Straße in Dienstwohnungen lebenden Gefängniswärter. "Egon Olsen ist immer ein sehr netter Verbrecher gewesen, der eine Ehrung verdient hat", hieß es nach einem Bericht von "Jyllands- Posten" in ihrer Eingabe.
Auch Gefängnisdirektor Troels Bloch hat keine Einwände: "Egon hat viel für unsere Anstalt getan. Noch heute wallfahren viele Touristen aus Ostdeutschland ans Tor, um sich fotografieren zu lassen."