Hamburg/Kiel (lno) - Der Winter hat am Wochenende einen kurzen, eisigen Vorgeschmack im Norden gegeben. Auf stellenweise eisglatten Straßen in Schleswig-Holstein und Hamburg verunglückten zahlreiche Autofahrer, drei Menschen starben. Bereits heute ist die Stippvisite der kalten Jahreszeit wieder vorbei.
In Rabenholz (Kreis Schleswig-Flensburg) raste ein 24 Jahre alter Mann nach Angaben der Polizei auf rutschiger Straße mit einem gestohlenen Wagen gegen einen Baum. Er wurde aus dem Wrack geschleudert und getötet. Der Mann besaß keinen Führerschein. In Albersdorf (Kreis Dithmarschen) stürzte eine 78 Jahre alte Frau mit ihrem Fahrrad und starb noch am Unfallort. Sie hatte eine Straße überqueren wollen.
Bereits am Sonnabend kam es auf einer Hauptstraße im Hamburger Stadtteil Niendorf zu einem schweren Unfall, bei dem ein 36 Jahre alter Mann starb. Nach Auskunft der Polizei war er mit seinem Wagen nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Lichtmast geprallt. Das Wrack wurde auf die Straße zurückgeschleudert. Eine 53 Jahre alte Frau konnte mit ihrem Fahrzeug einen Zusammenprall nicht mehr verhindern. Sie wurde verletzt.
Ein 36 Jahre alter Autofahrer kam in Borstel (Kreis Segeberg) mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr befreite den Verletzten, er kam ins Krankenhaus. Auf der Autobahn 1 (Hamburg - Lübeck) wurden bei einem Unfall in der Nähe von Bargteheide (Kreis Bad Oldesloe) zwei Menschen verletzt.
Die Autobahn 24 (Hamburg-Berlin) wurde gestern Morgen wegen der Bergung eines verunglückten Lastwagens zwischen Schwarzenbek/Grande und Talkau (Kreis Herzogtum Lauenburg) vorübergehend gesperrt.
Auch wenn wärmeres Wetter zum Wochenstart wieder für normale Straßenbedingungen sorgt, bleibt es ungemütlich. Meteomedia sagt Sturmböen an der Nordsee und windiges Schauerwetter im ganzen Land vorher. Morgen soll sich das Wetter beruhigen. Mittwoch jedoch ziehen wieder dicke Wolken auf.