Warum auf dem Rathausmarkt um 21 Uhr Feierabend ist
Die Hamburger lieben ihre Weihnachtsmärkte. Besonders auf dem Rathausmarkt ist der Ansturm gewaltig. Nach Einkaufsbummel oder Büroschluss treffen sich viele auf einen Glühwein. Und wundern sich, dass um 21 Uhr schon Schluss ist. "Etwas länger wäre schön", sagt Besucher Thomas Lupberger (22).
Verantwortlich für die Marktöffnungszeiten auf dem Rathausmarkt ist Veranstalter Roncalli. "Wir freuen uns, dass die Gäste mehr Zeit bei uns verbringen möchten. Aber der Besuch soll besinnlich sein und kein berauschendes Glühweinfest", sagt Pressesprecher Pascal Raviol. An 20 Prozent der Stände wird Alkohol ausgeschenkt. "Wenn die Stände ohne Glühwein früher schließen, würden die wenigen offenen Buden einen trostlosen Eindruck machen", sagt er.
Trotzdem würden einige Betreiber gern länger öffnen dürfen. Katharina Hill ("Christkindlglühwein"): "Wir würden gern bis 23 Uhr ausschenken. Den Leuten ist schwer begreiflich zu machen, dass wir so früh schließen." Peter Koschnar ("Schifkes Bratwurst"): "Die meisten Besucher kommen erst spät. Sie sind sehr erstaunt, wenn wir um 21 Uhr schließen," sagt er.
Andere Standbesitzer sind froh über den frühen Schluss. Julietta Kühle ("Lichterträume"): "Er könnte eigentlich schon um 20 Uhr schließen. Ab dann sind nur noch die Glühweinstände voll." Nadine Nier ("Clamotti"): "Länger als bis 21 Uhr würde sich nicht für mich lohnen. So spät haben die Leute keine Lust mehr, Klamotten anzuprobieren."
Wer nach 21 Uhr auf dem Rathausmarkt Glühwein trinken möchte: Das Wiener Caféhaus hat bis Mitternacht geöffnet.