Weihnachtsmarkt Der „Wintertraum“ ist wieder Publikumsmagnet – Nikolaus auch auf Wochenmarkt
In Hude weihnachtet es mehr als anderswo: Dafür sorgt vor allem der Weihnachtsmarkt unter dem Motto „Wintertraum“.
Hude/fil – Der Weihnachtsmann hat offenbar den Bogen raus: Er bringt ansonsten solchen Mühen eher abgeneigte Kinder mühelos dazu, Gedichte aufzusagen und sogar Lieder zu singen – bis zur letzten Strophe. Und sie folgen ihm bereitwillig, als es darum geht, wieder ein Türchen von dem riesengroßen Weihnachtskalender zu öffnen. Am Tage gibt der Weihnachtsmann übrigens den Puppenspieler für das Kasperltheater.
Das Allround-Talent, das sich nicht zu erkennen geben will – „Ich bin doch der Weihnachtsmann“ – gehört zum Team von Charles Blume, der den Hudern nun schon zum zweiten Mal mit seinem „Wintertraum“-Weihnachtsmarkt eine wahrhaft traumhafte Vorweihnachtszeit verschafft. Mit einer Eisbahn, für die sich inzwischen immer mehr Besucher erwärmen, der größten Glühwein-Pyramide der Welt (sagt jedenfalls Blume), dem größten Nussknacker Norddeutschlands und heute auch dem längsten Stollen, der jemals gebacken wurde. Ab 14 Uhr kann man das Riesenbackwerk bewundern und sich ein Stück davon holen.
Nach der überaus erfolgreichen Premiere im vorigen Jahr ist 31-jährige Blume, der sich schlicht Schausteller nennt und gemeinsam mit seinen vier Brüdern 500 Weihnachtsmarkt-Stände sein eigen nennt, zuversichtlich, dass sich der Erfolg wiederholt. Der Traum dauert übrigens an bis zum 22. Dezember
Blumes Konzept für Weinachtsmärkte: Viel Tannengrün, viel Schleifen, viele Lichter – in Hude sind es eine Million – , und die Buden dicht an dicht. „Die Leute lieben es romantisch“, so das Credo von Blume, der außerhalb der Weihnachtszeit mit seinen Brüdern als Steilwandfahrer von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zieht.
Dass er auch noch Gutes tut, ist dem Geschäft offenbar nicht abträglich: Der Erlös aus dem Stollen-Verkauf kommt Hilfsprojekten des Vereins Kinderaugen und der Peter-Ustinov-Schule zugute.
Es weihnachtete gestern sehr auch auf dem Wochenmarkt auf dem Schützenplatz, wohin die Marktbeschicker den Nikolaus bestellt hatten. Und auch dort war Wohltätigkeit angesagt: Zugunsten des Vereins Kinderaugen wurden Glühwein, Marmelade, selbstgebackene Kekse und Krüllkuchen angeboten