- Offizieller Beitrag
Ostfriesen-Zeitung vom 22.11.2004
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Lücke schließt sich im Eiltempo
Von Heiner SchröderBaufirmen und Behörden verkürzten in einem weiteren Kraftakt die Bauzeit. Die Autobahn wird jetzt fast ein Jahr früher fertig als geplant.
Meppen/Ostfriesland - Anfang Dezember 2003 verkündete der emsländische Landrat Hermann Bröring (CDU) eine der besten Nachrichten des Jahres: Die Autobahn 31 werde schon im April 2005 fertig sein. Gestern legte er eine neue „Meldung des Jahres“ nach: Die A 31 wird am 22. Dezember dieses Jahres eröffnet. „Das wird ein Dankesfest“, meinte Bröring gestern.
Die Landesregierung war davon so begeistert, dass Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei den neuen Fertigstellungstermin verkünden durfte. CDU-Generalsekretär Friedrich-Otto Ripke jubelte gar: „Mit Wulff als Ministerpräsident rollt der Verkehr.“
Und schoss damit über das Ziel hinaus. Als Initiatoren der bundesweit einmaligen Finanzierung durch Kommunen, Wirtschaft und die benachbarten Niederlande gelten Bröring und der Großefehner Unternehmer Rolf Trauernicht.
Die erneute Verkürzung der Bauzeit brachten die Bauunternehmen Bunte aus Papenburg und Strabag aus Nordhorn gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung zustande. Das klappte, weil die Firmen einige Arbeiten parallel ausführen. Zudem gelang es, das erst für das Jahr 2005 eingeplante Geld schon in diesem Jahr freizugeben. „Unterm Strich bleibt es bei der Summe“, meinte Bröring.
Zwei Teilstücke der A 31 werden, wie geplant, im April und Mai fertig. Die restlichen sechs Kilometer, die das Schüttorfer Kreuz bilden werden, sollen bis Ende des Jahres gebaut sein, am 22. Dezember soll die A 31 eröffnet werden.
Bröring sprach gestern von einem „Paukenschlag für den Nordwesten“. Die Zusammenarbeit der gesamten Region sei nicht nur europaweit vorbildlich, der Erfolg erhöhe auch den Druck auf den Bau der Küstenautobahn. Das wiederum bringe auch den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven voran.
Jetzt müsse die Region Emsland/Ostfriesland diesen Erfolg auch vermarkten, meint Bröring. „Wir haben gezeigt, dass wir bei großen Projeikten geschlossen auftreten.“ Das sei ein Signal an die europäische Wirtschaft, das laute: „Da im Norden sind gute Leute am Werk.“
Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) begrüßte die gestrige Nachricht: „Wir rechnen mit der Ansiedlung von Betrieben und neuen Arbeitsplätzen“, meinte IHK Sprecher Dirk Luerssen gestern. Wegen der Bedeutung der A 31 für den Fremdenverkehr profitiere Ostfriesland doppelt.
Wie schnell sowas gehen kann, wenn Geld da ist. Am 19. Dezember ist offizielle Eröffnung. Auf jedenfall eine tolle Sache für die ganze Region.
Ich schätze die Fahrzeit dann zwischen Emden und Bottrop auf ca 2,5 Std.