Mit einem neuen Spätzug zwischen Berlin und Hamburg reagiert die Deutsche Bahn AG jetzt auf die starke Nachfrage nach Verbindungen zwischen beiden Städten. Statt wie bislang schon um 21.45 Uhr fährt der letzte ICE vom 1. März an erst um 23 Uhr von Berlin-Zoologischer Garten ab und erreicht den Hamburger Hauptbahnhof um 0.32 Uhr.
Mal eben zu einem Theaterbesuch von der Alster an die Spree und am selben Abend wieder zurück - das war für Nachtschwärmer mit der Bahn kaum möglich. Geschäftsleute konnten Abendtermine meist nur wahrnehmen, wenn sie mit dem Auto unterwegs waren. Das soll anders werden.
Bürgermeister Ole von Beust hatte sich stark gemacht für die späte Zugverbindung und begrüßt sie natürlich: "Wir freuen uns, daß die Deutsche Bahn auf unsere Vorschläge reagiert hat. Wenn man schnell abends noch hin- und herfahren kann, das wird viele Menschen von einer Metropole in die andere locken."
Die Bahn reagiert auch auf die steigende Nachfrage. "Hamburg- Berlin ist der Renner", sagt Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist die Auslastung im Januar in den ICE-Zügen um 27 Prozent gestiegen. Im Dezember 2004 hatte die Bahn die Ausbaustrecke zwischen Hamburg und Berlin eröffnet. Seitdem dauert die Fahrt im ICE 90 Minuten. Berliner allerdings, die spätabends zurück nach Hause wollen, müssen sich noch gedulden. Mehdorn: "Jetzt steigen wir erst einmal in diese Richtung ein. Sollte sich dann ein Bedarf aus Hamburg ergeben, könnte man das auch aus der anderen Richtung machen." HA
erschienen am 18. Februar 2005 in Hamburg