- Offizieller Beitrag
Hamburgs neue Liebe: der Dom
Image: Werbeagentur Springer & Jacoby vermarktet künftig das Volksfest.
Zum ersten Mal in seiner 676-jährigen Geschichte bekommt der Hamburger Dom ein neues Image verpaßt: Mit Hilfe der Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby wollen Wirtschaftsbehörde und Schaustellerverbände das Volksfest des Nordens fit für die Zukunft machen. Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall sagte gestern bei der Vorstellung des Konzeptes: "Der Dom ist Hamburgs traditionsreichste Veranstaltung. Er hat Spitzenniveau und muß sich erfolgreich weiterentwickeln." Uldall versprach, seine Behörde werde den Dom nach Kräften unterstützen. Er sagte: "Unsere Stadt lebt auch von Großveranstaltungen - daher setzen wir jetzt erstmals auf professionelle Vermarktung."
Und das wird neu auf dem Dom: Er hat ein neues Logo bekommen, es verspricht: "Hamburger Dom. Das Herz von Hamburg". Dazu sollen sich künftig die drei Veranstaltungen im Jahr deutlich voneinander unterscheiden. Sie stehen unter einem zur jeweiligen Jahreszeit passenden Motto, das mit Veranstaltungen auf der zentralen Event-Fläche auf dem Heiligengeistfeld umgesetzt wird. Ein Info-Mobil am Eingang und ein Schildersystem sorgen dafür, daß die Besucher ihr Ziel noch schneller finden.
Schon in diesem Frühjahr geht es los: Vom 18. März bis 17. April präsentiert sich der Dom als "Love World". Am 19. März läuft ein Weltrekordversuch in Kooperation mit dem Guinness-Buch der Rekorde. Alle Hamburger sind aufgerufen, sich auf dem Sportplatz zwischen Bunker und Millerntorstadion zu versammeln, um das größte aus Menschen gebildete Herz zu formen.
Weitere Attraktionen sind eine Singlebörse, ein Umarmungs- und ein Gesangswettbewerb sowie der längste Liebesbrief. Dazu kann auf dem Dom am Ende der Veranstaltung geheiratet werden. Der Sommer-Dom steht unter dem Motto "Beach World", der Winter-Dom hat das Thema "Ice World".
Das Konzept soll auch neue Besuchergruppen ansprechen. Astrid Geissler, Geschäftsführerin des Schaustellerverbandes: "Höher, schneller, weiter ist vorbei. Die Menschen wollen mehr Atmosphäre, sich wohlfühlen und länger verweilen." eli
erschienen am 25. Februar 2005 in Hamburg