PaderPalast adé, es lebe das Tiroler Dorf
Libori lockt in diesem Jahr mit neuen Attraktionen auf den Liboriberg / Auch Boxbude hat zugesagt
Paderborn (ph). Die Paderborner und alle Gäste Paderborns dürfen sich auf eine prima Kirmessaison 2005 einstellen: Das jedenfalls versprechen Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski und Klaus Stascheit, der im Ordnungsamt für die städtischen Großveranstaltungen zuständig ist. Zur wichtigsten Neuerung: Das Hauptzelt "PaderPalast" auf dem Liboriberg wird beim Liborifest erstmals durch ein "Tiroler Dorf" mit einem völlig neuen Konzept ersetzt.
Anstelle des großen Festzeltes direkt neben der Liboriuskapelle wird es ein komplettes kleines Dorf aus Holz mit mehreren Theken, rustikalen Sitzgelegenheiten und Stehtischen auf einer Fläche von 37 mal 27 Metern geben. Trotz neuer Optik: Schon jetzt ist klar, dass alle gewohnten Veranstaltungen aus den vergangenen Jahren auch im "Tiroler Dorf" über die Bühne gehen können - auch am "Tag des Handwerks", wenn rund 1.500 Gäste die Gelegenheit nutzen und auf dem Liboriberg kräftig feiern.
Selbst Zirkus-Roncalli-Chef Bernhard Paul soll am Konzept des Tiroler Dorfes mit gefeilt haben, wie Klaus Stascheit zu berichten weiß. Die Heimat des "Tiroler Dorfes" liegt allerdings nicht in den Alpen, sondern an der Nordsee: Die Betreiberin Nina Renoldi kommt aus Bremen. Drum haben sich die Paderborner Libori-Planer längst auf den Weg zur großen Freimarkt-Kirmes in Bremen gemacht, um die neue Libori-Attraktion auf Herz und Nieren zu prüfen. Ihr einhelliges Fazit: "Das Tiroler Dorf ist eine absolute Attraktion und wird eine wesentliche Bereicherung für den Liboriberg werden."
Davon ist auch Michael Löhr überzeugt, der den PaderPalast sechs Jahre lang auf Libori betrieben hatte - fünf Jahre zusammen mit dem Gastronomen Erhard Harlinghausen, und im vergangenen Jahr erstmals allein. "Ich habe mich auch in diesem Jahr wieder beworben, bin aber froh, dass mit dem Tiroler Dorf eine Alternative zum Zuge kommt", erläutert Michael Löhr. Zwar hatte der Paderborner Festorganisator im vergangenen Jahr noch keine roten Zahlen geschrieben.
"Aber wenn ich allen Aufwand zusammengezählt hätte, auch meine Stunden im PaderPalast, dann wäre es sogar ein Minusgeschäft gewesen." Und so ist Michael Löhr "sehr froh darüber", dass er sich wieder auf den Betrieb von "Auffenbergs Biergarten" konzentrieren kann. Denn der wird in diesem Jahr zum 19. Mal für einen rappelvollen Party-Platz neben der ehemaligen CDU-Kreisgeschäftsstelle sorgen.
Und noch eine Attraktion versprechen Udo Olschewski und Klaus Stascheit: Vom 23. bis 31. Juli wird es auf dem Liboriberg wieder eine Boxbude geben. Allerdings keine billige "Haudrauf-Truppe", sondern ein Show-Geschäft mit Niveau: "Boxbuden-Chef Heßler-Schulz hat selbst im Ring gestanden und den Vorkampf beim legendären Boxkampf Muhammad Ali gegen Karl Mildenberger bestritten", versichert Klaus Stascheit.
Auch der Lunapark vom 16. bis 24. April soll mit neuen Fahrgeschäften für zusätzliche Attraktionen sorgen. Erstmals beteiligt sich auch die Kaufmannschaft mit einem verkaufsoffenen Sonntag am 24. April an der Frühjahrskirmes.