Großaufgebot der Polizei verhindert Schlimmeres
Herford (bo). Bei einer Massenschlägerei auf der Osterkirmes wurden am Freitagabend drei Personen verletzt. Etwa 50 Türken waren daran beteiligt. Einen Tag später wollten sich wiederum etwa 50 Türken rächen. Nur ein großes Polizeiaufgebot konnte ein weiteres Eskalieren der Situation verhindern. Mehrere Personen wurden festgenommen.
Eine zehnköpfige Gruppe Jugendlicher, die nach Polizeiangaben offenbar Streit suchten, provozierten gegen 23 Uhr einen 28-jährigen Herforder, bespuckten ihn und schlugen ihn nieder. Als die Gruppe weiterhin auf den am Boden liegenden Verletzten eintrat, griffen mehrere Passanten, darunter auch Schausteller, ein, wurden aber ebenfalls angegriffen. Jedoch konnte die Gruppe vom Kirmesgelände vertrieben werden.
Beim Eintreffen der Polizei formierten sich bereits wieder rund 50 Jugendliche, die versuchten, zurück auf das Gelände zu gelangen. Nur durch massiven Polizeieinsatz konnte dies verhindert werden. Drei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es wurden zahlreiche Anzeigen gestellt.
Am Samstag, gegen 21 Uhr, beobachteten Zivilpolizisten, wie sich eine Gruppe von etwa 30 türkischen Jugendlichen am Jahnstadion sammelte und in Richtung Kirmes marschierte. Es wurden starke Polizeikräfte aus den Kreisen Herford und Lippe zusammen gezogen. Als diese eintrafen, warfen die Jugendlichen mehrere Schlagwaffen weg, darunter Baseball-Schläger und Eisenstangen.
Es konnten 19 Personen festgehalten werden. Bei einem 20-Jährigen, der sich der Festnahme widersetzte, wurde eine verbotene Stichwaffe gefunden und beschlagnahmt. Gegen die Jugendlichen wurden Ermittlungen eingeleitet.
Neun Rädelsführer und besonders aggressive Personen wurden vorläufig festgenommen