Für viel Wirbel sorgte im vergangenen Jahr die Erhebung der Werbekostenpauschale auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt. Schausteller fühlten sich durch die halboffizielle Einzeihung der privaten Umlage unter Druck gesetzt. Auch in diesem Jahr gibt es wieder Probleme.
Vor einigen Tagen wurde den Marktbeschickern und Schaustellern, die sich für den Lübecker Weihnachtsmarkt angemeldet hatten, ihr Gebührenbescheid von der Verwaltung zugestellt. Dieser Vorgang ist selbstverständlich völlig normal und richtig. Nicht richtig und deshalb erwähnenswert ist die Tatsache, dass auf dem Gebührenbescheid seitens der Verwaltung darauf hingewiesen wird, dass der Schaustellerverband eine Werbekostenpauschale einziehen wird.
Ein Auszug aus dem Bescheid:
Ferner macht der Bereich Märkte darauf aufmerksam, dass der Schaustellerverband Lübeck e.V. vertreten durch einen Bevollmächtigten der Lübecker Veranstaltungs GmbH eine Werbekostenpauschale zur Finanzierung der Werbung erhebt. Diese Werbekostenpauschale ist ein Betrag, der für die Durchführung und das Gelingen des Weihnachtsmarktes erhoben wird. Die Abrechnung der Mittelverwendung ist bei der Lübecker Veranstaltungs GmbH einsehbar.
Dieser Absatz sorgt nun bei der Lübecker Politik für Verwunderung und beschäftigte den Hauptausschuss am Dienstag. Der zuständige Senator war offenbar über diese behördliche Hilfeleistung für den privaten Verband nicht informiert und deshalb auch sehr verwundert. Auch das Rechtsamt gab nach HL-live.de Informationen der Politik Recht. Somit werden nun wohl in den nächsten Tagen neue Bescheide verschickt werden müssen - ohne den behördlichen Hinweis auf Zahlung privater Werbekosten.