- Offizieller Beitrag
Wiesbaden/Hamburg - Hessen hat als erstes Bundesland die Anträge der Stromwirtschaft auf Preiserhöhungen vom 1. Januar 2006 an abgelehnt. Die 50 Energieunternehmen wollten die Tarife um bis zu 6 Prozent anheben.
Nach den Worten von Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel konnten die Firmen nicht den Nachweis erbringen, dass die Preissteigerungen erforderlich sind. Der CDU-Politiker erklärte am Sonntag in einer Mitteilung: «Nach den Preissteigerungen für Benzin und Diesel, für Heizöl und Gas sind vielen Haushalten weitere Belastungen nicht mehr zuzumuten.»In der «Bild am Sonntag» griff Rhiel die Unternehmen scharf an: «Jetzt ist Schluss mit lustig in den Energiekonzernen!» Die 50 Stromfirmen hätten in Hessen ihre Einnahmen um weit mehr als 100 Millionen Euro zu Lasten der 3,7 Millionen Verbraucher und kleinen Gewerbetreibenden steigern wollen. «Das hätte die Kaufkraft der Bürger weiter geschwächt und das Wachstum der Binnennachfrage abgewürgt», sagte der CDU-Politiker.
Regionale Stromunternehmen und die Konzerne E.ON und RWE erzielten in Hessen Umsatzrenditen von mehr als zehn Prozent. Die Verbraucher dürften «nicht länger die Melkkühe der kommunalen und privaten Anteilseigner der Stromunternehmen sein». Die hohen Gewinne entstünden, weil es praktisch überall noch Regionalmonopole gebe und Kunden kaum Wahlmöglichkeiten hätten.
Quelle: web.de
Na das sind doch mal gute Nachrichten. Endlich mal einer der sich traut.
Wollen wir mal hoffen das die anderen Bundesländer nachziehen.
Gruß
Michael