Die Stadt will die Dauer des bisher neuntägigen Peermarktes drastisch verkürzen. Von einer Reduzierung auf vier Tage erhofft sich das Rathaus, wieder attraktive Fahrgeschäfte anlocken zu können. In den vergangenen Jahren war das Interesse der Besucher am Markt stark gesunken.
Fahrgeschäfte <MBU>auf dem Peermarkt: Ihre Zahl nahm in den vergangenen Jahren stark ab. (Matzen)</MBU>
Schleswig - - Leere Gassen, wenig Umsatz, gelangweilte Schausteller - der letztjährige Peermarkt war ein Trauerspiel. Etliche Plätze auf dem Stadtfeld blieben unbesetzt. "Neun Tage in Schleswig sind für viele Schausteller einfach zu lang", sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Rainer Raup, in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses und untermauerte dies mit Zahlen: Während des Dommarktes im Frühjahr 2007 war eine Fläche von 5000 Quadratmetern mit Fahrgeschäften und Buden belegt, beim Peermarkt im Herbst waren es nur noch 3500 Quadratmeter.
Nach mehreren Treffen mit Schaustellern präsentierte die Verwaltung einen Vorschlag, wie die Attraktivität des traditionsreichen Marktes verbessert werden kann. Zum einen reduziert man die Dauer des Volksfestes um fünf auf vier Tage, zum anderen wird die Gebührenstruktur geändert. Kleinere Geschäfte müssen mehr bezahlen, größere im Verhältnis weniger. Damit soll das Stadtfeld für die Betreiber großer Festzelte attraktiv gemacht werden. "Ein großes Festzelt war wiederholt von der Bevölkerung gewünscht worden", erklärte Raup. Der Finanzausschuss stimmte den Plänen einstimmig zu.
Mit der Verkürzung des Marktes löst das Rathaus ein Problem, das in den vergangenen Jahren stetig größer geworden ist. Sinkende Umsätze hatten zur Folge, dass sich der neuntägige Aufenthalt in Schleswig für die Schausteller nicht mehr rechnete. Zum anderen gab es eine terminliche Überschneidung mit einem Jahrmarkt in Kaltenkirchen. Künftig müssen sich die Schausteller nicht mehr zwischen Schleswig und Kaltenkirchen entscheiden. Stattdessen können sie beide Termine wahrnehmen.
Auch wenn der Peermarkt in diesem Jahr erstmalig nur vier Tage dauern wird, sollen alle bisherigen Sonder-Aktionen weiterhin stattfinden. Klaus-Peter Thomsen vom Ordnungsamt: "Es wird weiterhin Schnippel- und Familientage mit vergünstigten Preisen sowie einen Pferdemarkt geben."